Können wir in Europa Migranten aus Afrika gebrauchen wegen unserer alternden und schrumpfenden Bevölkerung? Italiens Regierung lehnt das ab! Meint, dass das Slaverei sei. Die Afrikanische Union erinnert sie daran, dass die Auswanderung von Millionen Italienern die Entwicklung Italiens erheblich gefördert hat. Heute sind ebenso die Überweisungen von afrikanischen Migranten existenzwichtige Einnahmen für viele afrikanische Familien. Die Afrikanische Union bittet zudem die Europäer, sich nicht auf das Thema Migration zu konzentrieren: Sprecht mit uns Afrikanern über eine breite Entwicklungskooperation. «Die Geschichte, Geopolitik und Zukunft Afrikas und Europas sind so verflochten, dass die zwei Kontinente sich nicht gegenseitig wegwünschen können.» Erinnern könnte man auch an die Massaker, die Italien in Afrika angerichtet hat, um sich Kolonien wie Somalia, Eritrea oder Libyen zu erobern.

Die Afrikanische Union kritisiert Salvinis Sklaven-Kommentar
Das Bündnis afrikanischer Staaten hat den italienischen Innenminister aufgefordert, eine «abfällige Bemerkung» zurückzuziehen. Matteo Salvini sagte, er habe sich für nichts zu entschuldigen.

(dpa) Die Afrikanische Union (AU) hat Italiens Innenminister Matteo Salvini scharf kritisiert, weil er afrikanische Migranten mit «Sklaven» gleichgesetzt hatte. «Es ist die Sicht der Afrikanischen Union, dass Beschimpfungen nicht die Herausforderungen lösen werden, mit denen Afrika und Europa konfrontiert sind», teilte das Bündnis afrikanischer Staaten mit. Die AU rief den Rechtspolitiker am Dienstagabend auf, seine «abfällige Bemerkung» zurückzuziehen. Salvini wies die Forderung zurück.

Während einer EU-Konferenz zur Migration in Wien hatte Salvini am Freitag den luxemburgischen Innenminister Jean Asselborn für den Vorschlag kritisiert, wegen der alternden Bevölkerung brauche Europa Migranten. Darauf sagte Salvini: «Vielleicht ist dies in Luxemburg nötig; in Italien haben wir das Bedürfnis, unseren Kindern zu helfen, weitere Kinder zu haben, nicht neue Sklaven zu haben, um die Kinder zu ersetzen, die nicht mehr geboren werden.» Asselborn unterbrach den für seine scharfe Rhetorik gegen Migranten bekannten Salvini wütend und sagte am Ende: «So ein Scheiss!»

Die AU deutete an, dass Italien einen derartigen Standpunkt nicht vertreten könne, und verwies dabei auf die Auswanderung etlicher Italiener im späten 19. und im 20. Jahrhundert. Es sei bewiesen, «dass Italien sehr von seiner Diaspora profitiert hat». Die AU rief Europa auf, sich nicht nur auf die Migrationskrise zu fokussieren, sondern diese als Chance zu sehen, mit Afrika über eine breite Entwicklungskooperation zu sprechen. «Die Geschichte, Geopolitik und Zukunft Afrikas und Europas sind so verflochten, dass die zwei Kontinente sich nicht gegenseitig wegwünschen können», hiess es.

https://www.nzz.ch/international/die-afrikanische-union-kritisiert-salvinis-sklaven-kommentar-ld.1421329

Italienische Kolonien

Das angestrebte Reich: Italienische Kolonien (dunkelgrün), das kurzzeitig erreichte (mittelgrün) und das nie erreichte Reich (hellgrün)

Die Italienischen Kolonien wurden vom Königreich Italien nach dessen Einigung im Risorgimento im späten 19. und im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts erworben. Den durch die Industrialisierung erhöhten Bedarf an Rohstoffen und einem Auswanderungsdruck versuchten die damaligen italienischen Regierungen in Richtung eigener Kolonien zu kanalisieren, erlitten dabei aber immer wieder Rückschläge. Italien orientierte sich dabei vor allem in Richtung Nordafrika und Ostafrika. Nach dem Ersten Weltkrieg fielen Italien kleinere Gebiete im Mittelmeerraum zu, die teilweise von alteingesessenen italienischen Minderheiten bewohnt waren (Italia irredenta). Diese wurden in das Mutterland eingegliedert und hatten nicht den Status von Kolonien, doch die überwiegend slawische nichtitalienische Bevölkerung dieser Gebiete unterlag einer rücksichtslosen Italianisierungspolitik.

https://de.wikipedia.org/wiki/Italienische_Kolonien

 

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