Menschenpflichten: „Jede Person … hat die Pflicht, alle Menschen menschlich zu behandeln.“ : Wir brauchen eine Bewegung, der Menschen, die für sie einstehen: Jede Person hat die Pflicht, Leben zu achten. (..) Streitigkeiten zwischen Staaten, Gruppen oder Individuen sollen ohne Gewalt ausgetragen werden. (..) Alles Eigentum und aller Reichtum muss in Übereinstimmung mit der Gerechtigkeit und zum Fortschritt der Menschheit verantwortungsvoll verwendet werden. Wirtschaftliche und politische Macht darf nicht als Mittel zur Herrschaft eingesetzt werden, sondern im Dienst wirtschaftlicher Gerechtigkeit und sozialer Ordnung.

Für Sie gelesen Menschenpflichten

Friedenspreisträgerin Aleida Assmann über eine humane Gesellschaft.

Vor 4 Stunden

Aleida Assmann, Professorin für Anglistik und Allgemeine Literaturwissenschaft in Konstanz, wird an diesem Sonntag zusammen mit ihrem Ehemann, dem Ägyptologen Jan Assmann, in Frankfurt am Main den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels entgegennehmen. Ihr neuestes Buch hat den Untertitel „Schlüsselbegriffe für eine humane Gesellschaft“.Aleida Assmann erinnert an die christlichen „Sieben Werke der Barmherzigkeit“, zu denen auch die Aufnahme von Fremden gehört. Sie zitiert eine Passage aus einer Kantate von Johann Sebastian Bach mitten hinein in die aktuellen Debatten um den Verfall der politischen Kultur im Internet: „Verleumden, Schmähn und Richten, Verdammen und Vernichten ist überall gemein“ (BWV 24). Das erinnert daran, dass die Probleme der Gegenwart so neu nicht sind, wie sie Schönrednern der Vergangenheit vorkommen mögen.

Wie der Titel deutlich macht, geht es Aleida Assmann darum, dass wir die gegenseitige Abhängigkeit von Rechten und Pflichten einsehen. Sie zitiert den US-amerikanischen Historiker und Juristen Samuel Moyn: „Menschenrechte verkümmern ohne Menschenpflichten.“ Ihm geht es vor allem darum, dass, wer auf der Einhaltung der Menschenrechte besteht, das sinnvoll nur tun kann, wenn er sich zugleich für mehr soziale und ökonomische Gerechtigkeit einsetzt.

Zu den „Schlüsselbegriffen für eine humane Gesellschaft“ zählen für Aleida Assmann Zivilität, Höflichkeit, Respekt, Empathie. All diese Begriffe müssen im Zusammenhang gesehen werden, in dem sie sich gewissermaßen aneinander abarbeiten. Keiner davon ist absolut zu nehmen.

Das Buch wird abgeschlossen mit der 1997 von Hans Küng formulierten „Allgemeinen Erklärung der Menschenpflichten“, deren erster Artikel lautet: „Jede Person … hat die Pflicht, alle Menschen menschlich zu behandeln.“

http://www.fr.de/politik/meinung/gelesen/fuer-sie-gelesen-menschenpflichten-a-1600662

Buch+Internet

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels Jenseits der Barmherzigkeit

Am Sonntag erhalten sie den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels: Aleida und Jan Assmann.(Foto: epd)

Am Sonntag erhalten Aleida und Jan Assmann den Friedenspreis. In ihrem Buch „Menschenrechte und Menschenpflichten“ plädiert die Kulturwissenschaftlerin für einen „neuen Gesellschaftsvertrag“.

Von Andreas Zielcke

Als der Börsenverein im Juni meldete, dass Aleida und Jan Assmann den diesjährigen Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhalten werden, lenkte er den Blick ausdrücklich auch auf eine kleine, im Jahr zuvor erschienene Schrift von Aleida Assmann mit dem Titel „Menschenrechte und Menschenpflichten“. In dem Buch plädiere „sie angesichts der aktuellen Flüchtlingsdebatte für einen neuen Gesellschaftsvertrag, für den die Menschenrechte, Werte wie Empathie und Solidarität sowie ein Kanon von Regeln für ein faires und respektvolles Zusammenleben von Einheimischen und Zugewanderten maßgeblich sind.“

Da nun der Scheinwerfer plötzlich auf „dieses unscheinbare Bändchen“, wie es Aleida Assmann selbst bezeichnet, gerichtet war, sah sie sich ermutigt, ihr doch sehr fragmentarisches Plädoyer noch vor der Preisverleihung auszubauen und neu aufzulegen. Der Titel ist unverändert, nur der Untertitel „Schlüsselbegriffe für eine humane Gesellschaft“ zeigt die Neufassung an. Noch immer ist es ein schmaler Band, und nach wie vor bleibt sein Ertrag zur Frage, wie bedeutsam Menschenrechte für den Umgang mit Flüchtlingen sind, recht überschaubar. Umso gehaltvoller aber erörtert er jetzt „Schlüsselbegriffe“ wie Geselligkeit, Anerkennung, Respekt oder Empathie. Paradoxerweise liefert das Buch damit zugleich starke Gründe, warum es nicht wirklich um einen „neuen Gesellschaftsvertrag“ geht.

Formen der Mitmenschlichkeit wie Anteilnahme, Anstand oder Mitgefühl zur Menschenpflicht zu erklären, ist ein alter Gedanke der Ethik, selbst Kant nannte die „Freundschaft unter Menschen eine Pflicht derselben“. Doch in das Korsett durchsetzbarer Schuldigkeit oder gar Rechtspflicht kann man sie nicht zwängen, ohne sie um ihren humanen Antrieb zu bringen; das erkennt auch Aleida Assman an. Dann könnte aber auch kein Gesellschaftsvertrag soziale Verhaltenstugenden auferlegen, die nur als intrinsische Haltung zu den zivilisatorischen Errungenschaften werden, für die das Buch wirbt.

Und dieses Werben gelingt dem Buch am besten, wo es nicht appelliert, sondern erklärt. Hier bewährt sich die gerühmte Kulturwissenschaftlerin, die besondere Erfahrung damit hat, wie sich soziale Bewusstseinsmuster in diversen Zeit- und Kulturschichten herausbilden, verändern oder eben auch verformen. Je mehr die Flüchtlingsdebatte geprägt ist von neu-alten Bocksgesängen, Nostalgien und als überwunden geglaubten Fundamentalismen, desto weniger kann es schaden, rote Fäden und Entwicklungspfade für eine zeitgemäße Zivilität zu finden.

Schon im alten Ägypten lehrten Weisheiten, Idealbiografien und Maximen, dass einen nichts mehr auszeichnet, als Notleidenden, Schwachen und Besitzlosen zur Seite zu stehen. Wer weiß, wieweit solche Losungen tatsächlich befolgt wurden, doch als Gebote des guten Lebens galten sie drei Jahrtausende, um später „im neuen Gewand der christlichen Werke der Barmherzigkeit“ wieder aufzuleben. Ob ein solcher direkter Übergang ohne die griechisch-römischen und jüdischen Zwischenstufen plausibel erscheint, ist fraglich, charakteristisch ist aber, dass sowohl das altägyptische Ethos als auch die christliche Barmherzigkeit nicht selbstlos gedacht sind: im Jenseits oder Himmel wartet die Belohnung.

Die für heute relevante Entwicklung löst sich seit dem späten Mittelalter vom karitativen Motiv und Almosengeist, indem sich Regeln der Höflichkeit und friedlicher Umgangsformen herausbilden, die nun nicht nur von säkularer, sondern im emphatischen Sinn auch von sozialer Natur sind, weil sie zugleich tief in die gesellschaftliche Struktur hineinwirken. Nach und nach entstehen an den Höfen, in Handelsszenen und Bürgerschaften von aufblühenden Stadtzentren wie London neue Formen des zivilen Umgangs, der Geselligkeit, der Urbanität und überhaupt eines offeneren, neugierigeren und weltläufigeren Austauschs mit Dritten und Fremden.

Niklas Luhmann vereinfachend könnte man sagen, nicht mehr Status und Förmlichkeit oder das gemeinsame Regelwerk des Glaubens, sondern die Kommunikation als solche trägt und formt jetzt die Vergemeinschaftung. Dass dies über lokale Horizonte hinaus gelingt, liegt nicht zuletzt an den immer wirkungsvolleren Medien Geld und Handel, die alle Unterschiede zwischen Einheimischen und anderen, zwischen Innen und Außen neutralisieren. Aleida Assmann spricht von einer neuen „Anthropologie der Sozialität“. Zu Recht besteht sie darauf, dass Sozialität nicht verstanden wird, wenn nur die Einzelperson, das idealistische Ich, das bürgerliche Individuum in den Blick gerät. Empathie, Solidarität, Respekt, ja selbst die höchstpersönliche Identität ist nur in intersubjektiven Beziehungen herzustellen und aufrechtzuerhalten.

Es reicht nicht, sich mit den Augen des anderen sehen zu können – die eigene Identität wäre eine Chimäre und im gesellschaftlichen Getriebe im Nu vom Winde verweht, würde der andere einen nicht ebenfalls so sehen und vor allem, würde er einen nicht als sein Gegenüber mit all den Besonderheiten anerkennen.

Jede Identität, ob individuelle oder kollektive, ist ein Ringen um Anerkennung. Sie ist ständig von diesem zumindest stillschweigenden performativen Akt des sozialen Umfelds abhängig. Ein sehr prekärer Faktor nicht nur der menschlichen Existenz, sondern der menschlichen Freiheit. Warum im Moment so viele in allen westlichen Demokratien das Gefühl haben, dass ihrer Identität die nötige Anerkennung versagt und damit ihre soziale Geltung infrage gestellt wird, kann ein kleines Buch wie dieses von Aleida Assmann natürlich nicht klären. Wer könnte das schon? Aber dass hier eine der Quellen für Ohnmacht, Wut und Ausbruch liegt, das macht es trotz seiner Knappheit deutlich.

Aleida Assmann: Menschenrechte und Menschenpflichten. Schlüsselbegriffe für eine humane Gesellschaft. Picus Verlag, Wien 2018. 192 S., 22 Euro

https://www.sueddeutsche.de/kultur/friedenspreis-des-deutschen-buchhandels-jenseits-der-barmherzigkeit-1.4164159

Menschenpflichten

Eine Hausordnung für alle

Eine Allgemeine Erklärung der Menschenpflichten gibt es seit fast 20 Jahren, erarbeitet vom Projekt Weltethos um den Theologen Hans Küng. Es geht darin um Menschlichkeit, die Kostbarkeit des Lebens und Toleranz in Religionsfragen. Unterzeichnet von hochrangigen, ehemaligen Staats- und Regierungschefs, bleibt das Dokument bis heute weitgehend folgenlos.

Von Henning Klingen

Frankfurt freut sich auf die Ankunft der Flüchtlinge: in einer beispiellosen Aktion vieler hunderter Frankfurter Bürger aller Nationen und aller Religionen werden gemeinsam Vorbereitungen für die erwarteten Flüchtlinge aus Syrien getroffen. Belegte Brote werden vorbereitet, viele fleißige Hände packen Tüten mit dem Notwendigsten, tragen Einkäufe oder Sachspenden zusammen. Über soziale Netzwerke wie Twitter, Facebook oder Whatsapp verbreitete sich die Nachricht in Windeseile und mobilisierte eine Menschenmenge, die im Verlauf des Abends den Regelbetrieb des Hauptbahnhof s nahezu lahmlegte (imago/Ralph Peters)
Eine ehrenamtliche Helferin am Frankfurter Bahnhof, die an Flüchtlinge Essenpakete verteilt (imago/Ralph Peters)

 

Krieg, Terror, Gewalt. Die Welt scheint aus den Fugen. Das Vertrauen in die Menschlichkeit des Menschen wird auf eine harte Probe gestellt. Zu diesem Urteil kommt zumindest die deutsche Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann:

„Was wir im Moment in Europa immer mehr verlieren, ist so etwas wie Anstand und das Vertrauen der Menschen ineinander und auch der Respekt der Menschen einander gegenüber.“

Anzeichen für diesen Verlust erkennt Assmann darin, dass sich etwa unter dem Eindruck der Flüchtlingskrise ein tiefer Spalt in der Gesellschaft zeige. Willkommenskultur hier – teils gewaltvolle Ablehnung von Flüchtlingen dort. Kurz gesagt: der Umgangston wird härter, das gesellschaftliche Klima kälter:

„Wir haben eine Aufwallung von Hass und latenter Gewalt, die damit verbunden ist. Und In dieser Situation, in der wir jetzt leben, sollen jetzt auch noch Flüchtlinge integriert werden. Wie soll das denn gehen? Und da dachte ich mir, dass man diesen Begriff der Menschenpflichten mal wieder in Erinnerung bringen sollte. Worum geht es da? Da geht es um die Anerkennung des anderen als anderen, um die Grundform des Respekts.“

Moralisch entkleidete Gesellschaft

Assmanns Diagnose einer moralisch entkleideten Gesellschaft teilten nämlich bereits vor zwanzig Jahren zahlreiche internationale Regierungschefs. Im maßgeblich vom verstorbenen Altkanzler Helmut Schmidt geprägten „InterAction Council“ – einem Zusammenschluss von ehemaligen Staats- und Regierungschefs – haben sie genau diese Frage diskutiert: Welche Wertebasis braucht eine Gesellschaft, ja, die Weltgemeinschaft, um friedlich und respektvoll zusammenzuleben? Ihre Antwort: Es braucht neben Menschenrechten auch Menschenpflichten, also eine Art Hausordnung, die jeden einzelnen in die Pflicht nimmt.

„Dieses Dokument ist so aufgegliedert, dass es beschreibt, welche Regeln im zwischenmenschlichen Leben gelten. Es fängt an mit der Ehe oder der Beziehung der Geschlechter untereinander, mit der Beziehung, der Nachbarschaft, es baut sich so richtig auf. Und für all diese Gruppen, die immerzu miteinander umgehen, gibt es diese Grundregeln. Ich könnte mir vorstellen, wenn Leute in dieses Land kommen, wäre es wert, wenn sie diese Regeln lernen – aber eben nicht wie diese Leitkulturfrage, die in eine völlig falsche Richtung geht, weil es so eine Einbahnstraße ist – das ist für die, aber nicht für uns – sondern da geht es darum, dass das Regeln sind, die alle – genau wie beim Straßenverkehr – beherzigen müssen, damit sie sich an die Ordnung des Zusam menlebens halten und dieses auch stützen.“

Die Konstanzer Literatur- und Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann, aufgenommen am 25.01.2015 in Köln. (picture alliance / dpa / Horst Galuschka)Die Konstanzer Literatur- und Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann. (picture alliance / dpa / Horst Galuschka)

Der Katalog der Menschenpflichten umfasst 19 Artikel und eine Präambel. Vom Gebot der Menschlichkeit ist darin die Rede, vom sorgsamen Umgang auch mit der Umwelt, von der Kostbarkeit des Lebens, von Fairness im Umgang miteinander und von der Toleranz in Religionsfragen. Kein Mensch, kein Staat, keine Organisation, keine soziale Gruppe und kein staatlicher Apparat steht über den Dingen oder jenseits von Gut und Böse. Jeder Einzelne ist seinem Gewissen unterworfen, trägt die Folgen seines Handelns und soll sich im Geist der Brüderlichkeit verhalten. Dies verbietet das Kriegführen, die Gewalt und den Terrorismus, schließt allerdings die Selbstverteidigung im Falle eines Angriffs nicht aus.

Die goldene Regel

Nicht umsonst erinnert vieles darin an das Projekt „Weltethos“ – war es doch der Tübinger Theologe Hans Küng, der die Erklärung der Menschenpflichten im Auftrag des „InterAction Council“ letztlich ausformulierte. 1997 wurde die Erklärung schließlich – unterzeichnet von ehemaligen 25 Staats- und Regierungschefs, darunter Helmut Schmidt, Jimmy Carter und Shimon Peres – veröffentlicht und an UN-Generalsekretär Kofi Annan gesendet. Die Tatsache, dass das Dokument bis heute weitgehend folgenlos blieb, stört Assmann indes nicht. Schließlich geht es dabei um eine kulturell tief verwurzelte Sehnsucht, die geduldiger ist als das Papier einer Deklaration:

„Das sind letztlich Forderungen, die es in der Menschheitsgeschichte immer schon gab. Und das Spannende an den Menschenpflichten ist, dass es über die Religionen, über die Kulturen hinweg für ein friedliches Beisammenseins der Menschen eben dieser Grundregeln bedarf. Und eine Urgrundregel heißt: Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem anderen zu. Das ist die goldene Regel. Und von dieser goldenen Regel weiß man auch, dass Ausleben von Gewalt oder Hass oder Verhöhnung oder Beleidigung des Anderen der Gesellschaft nicht gut tun, sondern dass man diese Kräfte binden oder bändigen muss, etwa durch eine solche Hausordnung, in der bestimmte Regeln des Umgangs und der Fairness eingeführt werden.“

Die kulturhistorischen Wurzeln dieser Hausordnung reichen tief in die Kultur-, ja Religionsgeschichte des Menschen hinein. So klingt manche Menschenpflicht wie etwa jene der Fürsorgepflicht Armen und Obdachlosen gegenüber für religiös musikalische Gemüter durchaus vertraut. Und in der Tat findet Aleida Assmann etwa in den christlichen „Werken der Barmherzigkeit“ ähnliche Ideen ausformuliert. Ihr Mann, Jan Assmann – seiner Profession nach Ägyptologe – verfolgt die Spur der Menschenpflichten schließlich noch einen Schritt weiter. Und zwar bis ins alte Ägypten:

„Nach dem Untergang des Faschismus und des Sozialismus erlebten wir eine Welle des Individualismus. Inzwischen ist aber völlig evident geworden, wie sehr wir angewiesen sind nicht nur auf die individuelle Entfaltung, sondern auch auf das Miteinander. Und wie sehr da diese Werte und Tugenden jetzt wieder aktuell werden, von denen die ägyptischen Texte, die 4000 Jahre alt sind, handeln. Das berührt als Ägyptologen. Und ich würde auch meinen, es gibt diesen Menschenpflichten nochmal ein anderes Gewicht, wenn man sich klar macht, wie tief die verankert sind.“

„Menschenpflichten zur Sache Gottes gemacht“

Tatsächlich nehmen die Menschenpflichten im Laufe der Geschichte eine Art heiligen Nimbus an – und zwar nicht etwa im alten Ägypten, sondern in Folge der Entfaltung des biblischen Monotheismus. Was der Mensch tut oder unterlässt, was er seinem nächsten antut – dies wird plötzlich zur Sache Gottes selbst:

„Dieses Miteinander, diese Kultur des Miteinander-Lebens, das war in Ägypten eher ein säkulares Geschäft. Das brachte einem die Götter nicht näher. Das war eine Sache der Weisheit, der Erfahrung und ausgesprochen nicht der Priester und des Kultes. Und erst in der Bibel wurde das gewissermaßen zur Chefsache, zur Sache Gottes. Das ist das Spezifikum der biblischen Religion, dass sie die Menschenpflichten zur Sache Gottes macht.“

Der Heidelberger Ägyptologe, Religions- und Kulturwissenschaftler Jan Assmann. (imago / Leemage)Der Heidelberger Ägyptologe, Religions- und Kulturwissenschaftler Jan Assmann. (imago / Leemage)

Wer heute also an die Menschenpflichten erinnert, der kommt nicht umhin, auch den biblischen Monotheismus zu inhalieren. Denn ihre religiöse Aufladung haben die Menschenpflichten genau hier erfahren: in der Auseinandersetzung zwischen Gott und Mensch. Schließlich sind Menschenpflichten laut Assmann nichts anderes als die Gebote Gottes. Und wer gegen sie verstößt, versündigt sich an Gott und der gesamten Schöpfung:

„Diese ganzen Texte entstehen ja aus der Erfahrung der Katastrophe. Das heißt im Grunde ist das Projekt gescheitert, wir sitzen auf einem Scherbenhaufen, wir sitzen im babylonischen Exil; und man erklärt sich das als eine Strafe Gottes. Und diese Strafe hat zwei Gründe: Der eine wird von Hosea oder auch Ezechiel groß gemacht: Die Untreue, die Anbetung anderer Götter. Der andere Grund, der von Amos und Jesaja ganz vorne angestellt wird, ist die Gerechtigkeit: Ihr habt die Armen unterdrückt, seid für die Witwen und Waisen nicht eingetreten. Und deswegen habe ich euch verstoßen von meinem Angesicht, euch zerstreut unter die Völker. Das ist die Art Sanktion. Das ist Geschichte. In Israel ist es so, dass wenn man diese Normen nicht erfüllt, dann geht die Geschichte schief, dann scheitert das ganze Projekt Israel.“

Wer die „Allgemeine Erklärung der Menschenpflichten“ von 1997 belächelt, sie als weich und unverbindlich abtut, der möge sich daher laut Assmann vielleicht einmal an ihre religiöse Tiefenschicht erinnern: Es steht viel auf dem Spiel. Nicht zuletzt das Scheitern der Geschichte, das Scheitern des Projekts Mensch.

Flüchtlingspolitik „Der innere Frieden steht auf dem Spiel“

Religion und Frieden „Eine Auseinandersetzung um die Frage, wozu es sich zu leben lohnt“

Weltgebetstreffen „Wir leben in einer Welt im Krieg“

Ägyptologe Jan Assmann „Exodus ist Aufklärung“

https://www.deutschlandfunk.de/menschenpflichten-eine-hausordnung-fuer-alle.886.de.html?dram:article_id=366835

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Die Allgemeine Erklärung der Menschenpflichten

Vorgeschlagen vom InterAction Council, 1997

 

Die Allgemeine Erklärung der Menschenpflichten

Vorgeschlagen vom InterAction Council, 1997

Präambel
Da die Anerkennung der allen Mitgliedern der menschlichen Familie innewohnenden Würde und der gleichen und unveräußerlichen Rechte die Grundlage für Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden in der Welt ist und Pflichten oder Verantwortlichkeiten einschließt,


da das exklusive Bestehen auf Rechten Konflikt, Spaltung und endlosen Streit zur Folge hat und die Vernachlässigung der Menschenpflichten zu Gesetzlosigkeit und Chaos führen kann,

da die Herrschaft des Rechts und die Förderung der Menschenrechte abhängt von der Bereitschaft von Männern wie Frauen, gerecht zu handeln,

da globale Probleme globale Lösungen verlangen, was nur erreicht werden kann durch von allen Kulturen und Gesellschaften beachtete Ideen, Werte und Normen,

da alle Menschen nach bestem Wissen und Vermögen eine Verantwortung haben, sowohl vor Ort als auch global eine bessere Gesellschaftsordnung zu fördern – ein Ziel, das mit Gesetzen, Vorschriften und Konventionen allein nicht erreicht werden kann,

da menschliche Bestrebungen für Fortschritt und Verbesserung nur verwirklicht werden können durch übereinstimmende Werte und Maßstäbe, die jederzeit für alle Menschen und Institutionen gelten,

deshalb verkündet die Generalversammlung der Vereinten Nationen diese Allgemeine Erklärung der Menschenpflichten. Sie soll ein gemeinsamer Maßstab sein für alle Völker und Nationen, mit dem Ziel, dass jedes Individuum und jede gesellschaftliche Einrichtung, dieser Erklärung stets eingedenk, zum Fortschritt der Gemeinschaften und zur Aufklärung all ihrer Mitglieder beitragen mögen. Wir, die Völker der Erde, erneuern und verstärken hiermit die schon durch die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte proklamierten Verpflichtungen: die volle Akzeptanz der Würde aller Menschen, ihrer unveräußerlichen Freiheit und Gleichheit und ihrer Solidarität untereinander. Bewusstsein und Akzeptanz dieser Pflichten sollen in der ganzen Welt gelehrt und gefördert werden.

Fundamentale Prinzipien für Humanität

Artikel 1

Jede Person, gleich welchen Geschlechts, welcher ethnischen Herkunft, welchen sozialen Status, welcher politischer Überzeugung, welcher Sprache, welchen Alters, welcher Nationalität oder  Religion, hat die Pflicht, alle Menschen menschlich zu behandeln.

Artikel 2

Keine Person soll unmenschliches Verhalten, welcher Art auch immer, unterstützen, vielmehr haben alle Menschen die Pflicht, sich für die Würde und die Selbstachtung aller anderen Menschen einzusetzen.

Artikel 3

Keine Person, keine Gruppe oder Organisation, kein Staat, keine Armee oder Polizei steht jenseits von Gut und Böse; sie alle unterstehen moralischen Maßstäben. Jeder Mensch hat die Pflicht, unter allen Umständen Gutes zu fördern und Böses zu meiden.

Artikel 4

Alle Menschen, begabt mit Vernunft und Gewissen, müssen im Geist der Solidarität Verantwortung übernehmen gegenüber jedem und allen, Familien und Gemeinschaften, Rassen, Nationen und Religionen: Was du nicht willst, dass man dir tut, das füg‘ auch keinem anderen zu.

Gewaltlosigkeit und Achtung  vor dem Leben

 Artikel 5

Jede Person hat die Pflicht, Leben zu achten. Niemand hat das Recht, eine andere menschliche Person zu verletzen, zu foltern oder zu töten. Dies schließt das Recht auf gerechtfertigte Selbstverteidigung von Individuen und Gemeinschaften nicht aus.

Artikel 6

Streitigkeiten zwischen Staaten, Gruppen oder Individuen sollen ohne Gewalt ausgetragen werden. Keine Regierung darf Akte des Völkermords oder des Terrorismus tolerieren oder sich daran beteiligen, noch darf sie Frauen, Kinder oder irgendwelche andere zivile Personen als Mittel zur Kriegsführung missbrauchen. Jeder Bürger und öffentlicher Verantwortungsträger hat die Pflicht, auf friedliche, gewaltfreie Weise zu handeln.

Artikel 7

Jede Person ist unendlich kostbar und muss unbedingt geschützt werden. Schutz verlangen auch die Tiere und die natürliche Umwelt. Alle Menschen haben die Pflicht, Luft, Wasser und Boden um der gegenwärtigen Bewohner und der zukünftiger Generationen willen zu schützen.

Gerechtigkeit und Solidarität

Artikel 8

Jede Person hat die Pflicht, sich integer, ehrlich und fair zu verhalten. Keine Person oder Gruppe soll irgendeine andere Person oder Gruppe ihres Besitzes berauben oder ihn willkürlich wegnehmen.

Artikel 9

Alle Menschen, denen die notwendigen Mittel gegeben sind, haben die Pflicht, ernsthafte Anstrengungen zu unternehmen, um Armut, Unterernährung, Unwissenheit und Ungleichheit zu überwinden. Sie sollen überall auf der Welt eine nachhaltige Entwicklung fördern, um für alle Menschen Würde, Freiheit, Sicherheit und Gerechtigkeit zu gewährleisten.

Artikel 10

Alle Menschen haben die Pflicht, ihre Fähigkeiten durch Fleiß und Anstrengung zu entwickeln; sie sollen gleichen Zugang zu Ausbildung und sinnvoller Arbeit haben. Jeder soll den Bedürftigen, Benachteiligten, Behinderten und den Opfern von Diskriminierung Unterstützung zukommen lassen.

Artikel 11

Alles Eigentum und aller Reichtum muss in Übereinstimmung mit der Gerechtigkeit und zum Fortschritt der Menschheit verantwortungsvoll verwendet werden. Wirtschaftliche und politische Macht darf nicht als Mittel zur Herrschaft eingesetzt werden, sondern im Dienst wirtschaftlicher Gerechtigkeit und sozialer Ordnung.

Wahrhaftigkeit und Toleranz

Artikel 12

Jeder Mensch hat die Pflicht, wahrhaftig zu reden und zu handeln. Niemand, wie hoch oder mächtig auch immer, darf lügen. Das Recht auf Privatsphäre und auf persönliche oder berufliche Vertraulichkeit muss respektiert werden. Niemand ist verpflichtet, die volle Wahrheit jedem zu jeder Zeit zu sagen.

 Artikel 13

Keine Politiker, Beamte, Wirtschaftsführer, Wissenschaftler, Schriftsteller oder Künstler sind von allgemeinen ethischen Maßstäben entbunden, noch sind es Ärzte, Juristen und andere Berufe, die Klienten gegenüber besondere Pflichten haben. Berufsspezifische oder andersartige Ethikkodizes sollen den Vorrang allgemeiner Maßstäbe wie etwa Wahrhaftigkeit und Fairness widerspiegeln.

Artikel 14

Die Freiheit der Medien, die Öffentlichkeit zu informieren und gesellschaftliche Einrichtungen wie Regierungsmaßnahmen zu kritisieren – was für eine gerechte Gesellschaft wesentlich ist –, muss mit Verantwortung und Umsicht gebraucht werden. Die Freiheit der Medien bringt eine besondere Verantwortung für genaue und wahrheitsgemäße Berichterstattung mit sich. Sensationsberichte, welche die menschliche Person oder die Würde erniedrigen, müssen stets vermieden werden.

Artikel 15

Während Religionsfreiheit garantiert sein muss, haben die Repräsentanten der Religionen eine besondere Pflicht, Äußerungen von Vorurteilen und diskriminierende Handlungen gegenüber Andersgläubigen zu vermeiden. Sie sollen Hass, Fanatismus oder Glaubenskriege weder anstiften noch legitimieren, vielmehr sollen sie Toleranz und gegenseitige Achtung unter allen Menschen fördern.

Gegenseitige Achtung und Partnerschaft
 
Artikel 16

Alle Männer und alle Frauen haben die Pflicht, einander Achtung und Verständnis in ihrer Partnerschaft zu zeigen. Niemand soll eine andere Person sexueller Ausbeutung oder Abhängigkeit unterwerfen. Vielmehr sollen Geschlechtspartner die Verantwortung für die Sorge um das Wohlergehen des anderen wahrnehmen.

Artikel 17

Die Ehe erfordert – bei allen kulturellen und religiösen Verschiedenheiten – Liebe, Treue und Vergebung, und sie soll zum Ziel haben, Sicherheit und gegenseitige Unterstützung zu garantieren.

Artikel 18

Vernünftige Familienplanung ist die Verantwortung eines jeden Paares. Die Beziehung zwischen Eltern und Kindern soll gegenseitige Liebe, Achtung, Wertschätzung und Sorge widerspiegeln. Weder Eltern noch andere Erwachsene sollen Kinder ausbeuten, missbrauchen oder misshandeln.

Schluss

Artikel 19

Keine Bestimmung dieser Erklärung darf so ausgelegt werden, dass sich daraus für den Staat, eine Gruppe oder eine Person irgendein Recht ergibt, eine Tätigkeit auszuüben oder eine Handlung vorzunehmen, welche auf die Vernichtung der in dieser Erklärung und der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 angeführten Pflichten, Rechte und Freiheiten abzielen.

 

https://www.verein-muse.de/wp-content/uploads/2017/05/d83af66754ab1fd19692c0131c04ce18.pdf

 

Allgemeine Erklärung der Menschenpflichten
(Vorgeschlagen vom InterAction Council)

https://www.interactioncouncil.org/sites/default/files/de_udhr%20ltr.pdf

Inhalt

In neunzehn Artikeln wird menschenfreundliches Handeln genauer behandelt. So gehört es zu den grundlegenden Richtlinien, sich friedlich zu verhalten, andere Menschen freundlich und verständnisvoll zu behandeln und hilfsbereit zu sein (siehe auch die Goldene Regel). Kein Mensch, kein Staat, keine Organisation, keine soziale Gruppe und kein staatlicher Apparat steht über den Dingen oder jenseits von Gut und Böse. Jeder Einzelne ist seinem Gewissen unterworfen, trägt die Folgen seines Handelns und soll sich im Geist der Brüderlichkeit verhalten. Dies verbietet das Kriegführen, die Gewalt und den Terrorismus, schließt allerdings die Selbstverteidigung im Falle eines Angriffs nicht aus.

In einem anderen Artikel wird ein Leben in Wahrhaftigkeit und Toleranz gefordert. Dies bedeutet zum Beispiel, dass niemand (auch kein Politiker, Unternehmer, Journalist oder Wissenschaftler) seinen Mitmenschen belügen, betrügen oder manipulieren soll. Hass, Gewalt und Krieg im Namen einer Religion, einer Weltanschauung oder einer politischen Meinung widersprechen dieser Erklärung. Religionsgemeinschaften und Autoritäten, die Feindschaft, Gewalt, Intoleranz oder gar Krieg predigen, verdienen den Verlust ihrer Gefolgschaft und ihres Ansehens.

Einen hohen Stellenwert hat die Gleichwertigkeit von Mann und Frau und die Partnerschaftlichkeit in der Ehe. Das Zusammenleben von Mann und Frau soll von Liebe, Treue, Dauerhaftigkeit und Respekt geprägt sein. Die Ehe soll den Ehepartnern und den Kindern Geborgenheit und Schutz geben. Es darf niemand gegen seinen Willen gezwungen werden, zu heiraten. Sexuelle Ausbeutung und Gewalt werden als verwerflich abgelehnt.

Ein weiterer Artikel fordert ein gerechtes und faires Verhalten und einen angemessenen Umgang mit Eigentum. Jede Form des Diebstahls, der Ausbeutung, des Betrugs, der Benachteiligung sowie eine ungerechte Wirtschaftsordnung werden als ungerecht und unmenschlich betrachtet. Jeder Mensch soll sein Eigentum so gebrauchen, dass es zugleich der Allgemeinheit dient.

Die Ehrfurcht vor dem Leben beschränkt sich in dieser Erklärung nicht auf das menschliche Leben, sondern schließt Tiere, Pflanzen, den Erdboden, das Wasser und die Luft mit ein. Die Menschen sollen Sorge dafür tragen, dass die Natur und die Mitgeschöpfe geschützt und erhalten werden.

Der letzte Artikel legt fest, dass keine Bestimmung dieser Erklärung so ausgelegt werden darf, dass ein Staat, eine Organisation, ein Staatsapparat, eine Religionsgemeinschaft, eine soziale Gruppe oder ein einzelner Mensch die Menschenrechte von 1948 verletzt.

Unterzeichner

Die Erstunterzeichner der Erklärung waren: Helmut Schmidt, Malcolm Fraser, Andries A.M van Agt, Anand Panyarachun, Óscar Arias Sánchez, Lord Callaghan of Cardiff, Jimmy Carter, Miguel de la Madrid Hurtado, Kurt Furgler, Valéry Giscard d’Estaing, Felipe González, Selim al-Hoss, Kenneth Kaunda, Lee Kuan Yew, Kiichi Miyazawa, Misael Pastrana Borrero, Schimon Peres, Maria de Lourdes Pintasilgo, José Sarney, Shin Hyeon-hwak, Kalevi Sorsa, Pierre Elliott Trudeau, Ola Ullsten, Georgios Vassiliou und Franz Vranitzky.

Rezeption

Menschenpflichten finden sich auch in der Afrikanischen Charta der Menschenrechte und der Rechte der Völker (Artikel 27–29), der Amerikanischen Erklärung der Rechte und Pflichten der Menschen (Artikel 29–37) und der Amerikanischen Menschenrechtskonvention (Artikel 32).

Siehe auch

https://de.wikipedia.org/wiki/Allgemeine_Erkl%C3%A4rung_der_Menschenpflichten

Artikel 28
Jeder hat Anspruch auf eine soziale und internationale Ordnung, in der die in dieser
Erklärung verkündeten Rechte und Freiheiten voll verwirklicht werden können.
Artikel 29
1. Jeder hat Pflichten gegenüber der Gemeinschaft, in der allein die freie und volle
Entfaltung seiner Persönlichkeit möglich ist.
2. Jeder ist bei der Ausübung seiner Rechte und Freiheiten nur den Beschränkungen
unterworfen, die das Gesetz ausschließlich zu dem Zweck vorsieht, die Anerkennung und Achtung der Rechte und Freiheiten anderer zu sichern und den gerechten Anforderungen der Moral, der öffentlichen Ordnung und des allgemeinen Wohles in einer demokratischen Gesellschaft zu genügen.
3. Diese Rechte und Freiheiten dürfen in keinem Fall im Widerspruch zu den Zielen und
Grundsätzen der Vereinten Nationen ausgeübt werden.
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